Ostasien

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Der Buddhismus erreichte China bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. Allerdings bildete sich dort erst ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. eine eigenständige buddhistische Kunst heraus. Der pan-asiatisch wirkende Gupta-Stil hatte ab der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. auch in China eine stilbeeinflussende Wirkung, wie ein Buddha-Kopf aus der Nördlichen Qi-Periode (550-577) zeigt (Kat. Nr. 53). Im Verlauf der Tang-Dynastie (618-907) wurde dieser Einfluss nach und nach wieder stärker von chinesischen Formen überlagert.

Auch unter der Liao-Dynastie (907-1125 n. Chr.) und in der Sung-Periode (960-1279) wurde die buddhistische Religion und Kunst königlich gefördert.

Die Yuan-Zeit (1271-1368) bedeutete für China ein Jahrhundert der Fremdherrschaft. Kublai Khan, der Enkel Ghenghis Khans, machte China zu einem Teil des Mongolenreichs. Die Yuan-Herrscher waren religiös tolerant und förderten die Künste. Die Ausstellung präsentiert eine herausragende Gruppe von fünf vergoldeten Yuan-Bronzen.

Auch unter der aus China selbst stammenden Ming-Dynastie (1368-1644)und der von den Manchu gegründeten Qing-Dynastie (1644-1911) entstanden wichtige buddhistische Werke. Kaiser Qianlong (1735-1796) war der letzte große Mäzen der buddhistischen Kunst in China.

Im 6. Jahrhundert n. Chr. gelangte der Buddhismus schließlich nach Japan und war dort im 7. Jahrhundert n. Chr. bereits weit verbreitet.

Während der Nara-Periode (710-794) besuchten viele japanische Mönche und Künstler China und Korea. Dadurch gelangte der dort verbreitete Gupta-Einfluss auch nach Japan. In der Folge erwies sich die japanische Kunst, durch die Insellage begünstigt, als extrem konservativ. In der Kamakura-Zeit (1185-1333) kam es zu einem letzten Höhepunkt der japanischen Plastik.

 

Nachdenklicher Avalokiteshvara
China, Yuan-Dynastie, 14. Jahrhundert n. Chr. vergoldete Bronze, Höhe 49 cm Privatsammlung (ehemals Sammlung Alfred Speelman, London)

Buddha mit Begleitern
Japan, Muromachi-Periode 15. – 16. Jahrhundert n. Chr., Mineralfarben auf Seidengewebe, 146 x 60 cm, Privatsammlung


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