Dominik Schmitt Asterix Comic. Kult. Klassiker.
Die Abenteuer des kleinen Galliers Asterix unterhalten seit 1959 nahezu weltweit Jung und Alt. Sie werden aber auch immer wieder zur Vermittlung von Werbebotschaften und zur Veranschaulichung komplizierter Sachverhalte in politischen Leitartikeln genutzt. Außerdem dienen sie als Hilfsmittel im Schulunterricht und werden auch an Universitäten erforscht. Dieser Vortrag will zeigen, warum und wie die Asterix-Geschichten gleichzeitig zum Kult-Comic und zum literarischen Klassiker werden konnten. Dabei untersucht er die Entstehung und Entwicklung der Comics und stellt ihre Erfinder René Goscinny und Albert Uderzo vor.
<< zurück Klaus Jöken Kann man Asterix übersetzen?
Asterix wurde bislang in 107 Sprachen übersetzt, erzielt aber die höchsten Aufl agen in Deutschland. Dabei kann man die ersten Versuche des kleinen Galliers, in Germanien Fuß zu fassen, ruhig als absoluten Reinfall bezeichnen. An der wechselhaften Publikationsgeschichte der Abenteuer von Asterix in Deutschland lässt sich exemplarisch verdeutlichen,wie eine Übersetzung zum Erfolg bzw. Misserfolg eines literarischen Werkes beitragen kann. Hier führt das automatisch zu der Frage: Wie übersetzt man eigentlich Humor? Und welche besonderen Probleme stellen sich gerade bei Asterix?
<<zurück Dr. Marcus Junkelmann Römer im archäologischen Experiment
Vor 25 Jahren marschierte Dr. Junkelmann unter historischen Bedingungen von Verona über die Alpen nach Augsburg. Im praktischen Experiment demonstriert der Historiker bei seinen "Gewaltmärschen" die Funktionsfähigkeit der Ausrüstung der römischen Soldaten, die er nach alten Abbildungen und Funden rekonstruiert hatte, wie zum Beispiel Kleidung,genagelte Sandalen, Zelte und Kochgeräte. Durch seine spektakulären Unternehmungen hat er zur weltweiten Verbreitung des Konzepts einer "experimentellen" Archäologie beigetragen und gezeigt, dass seriöse historische Forschung nicht nur anschaulich und kurzweilig, sondern auch für ein großes Publikum faszinierend sein kann.
<<zurück Prof. Dr. Bernhard Maier Beim Teutates - Beim Jupiter: Asterix zwischen Gallisch und Latein
In über 100 Sprachen übersetzt, bezieht Asterix seine Wirkung nicht zuletzt aus der spielerischen Verwendung des Lateinischen und der gallischen Sprache. Der Vortrag nimmt das lateinische, vor allem aber das keltische Sprachgut in den Geschichten unter die Lupe und zeigt, was uns die keltischen Namen und Wörter über die Kultur der Gallier,ihr Nachleben und unseren Umgang mit ihr verraten.
<<zurück Michael F. Walz Die spinnen, die ...
Die im Jahr 1968 ihren Anfang nehmende Erfolgsgeschichte der unbeugsamen Gallier "chez les Goths"
In der Unterhaltungsindustrie gibt es nur wenige internationale Trademarks, deren kommerzieller Erfolg außerhalb ihres ursprünglichen Verbreitungsgebiets und in anderen als ihrer originalen Sprache auch nur ansatzweise vergleichbare Dimensionen angenommen hat. Der Erfolg von Asterix ist wie bei keiner anderen verlegerischen Publikationsreihe ein deutsch-französischer Glücksfall, der mit dem Genius intelligenten graphischen Erzählens, Verständigung und Aussöhnung zwischen Völkern sowie der Freundschaft zwischen Deutschen und Franzosen, dem Zeitgeist der 60er Jahre, mutiger textlicher Adaption und Kreation… und vielerlei Zufällen zu tun hat.
<<zurück Prof. Dr. Heinrich Schlange-Schöningen Cäsars Krieg in Gallien
Der lange Krieg, den Cäsar 58–51 v. Chr. in Gallien geführt hat, zerstörte nicht nur die Strukturen der keltischen Gesellschaft und ihre Stammespolitik. Er hat auch auf das Römische Reich zurückgewirkt und die Aufl ösung der Republik beschleunigt. Denn der blutige Erfolg, den Cäsar erzielte, versetzte ihn in die Lage, in Rom nach der Alleinherrschaft zu streben. Der Vortrag behandelt die Hintergründe für den Gallischen Krieg Cäsars sowie die wichtigsten Ereignisse, dabei auch den großen Aufstand der Gallier unter Vercingetorix. Dargestellt wird auch, wie die französische Geschichtsschreibung die Umformung Galliens zu einer römischen Provinz bewertet hat.
<<zurück Stefan Engeländer Asterix - Vive la France
Die Comicserie Asterix hat, obwohl sie von Franzosen für Franzosen geschrieben wurde, einen überwältigenden internationalen Erfolg – es gibt Übersetzungen in über 100 Sprachen. Doch wie französisch sind die Autoren? Haben sie eine universale Botschaft, die überall verstanden wird? Der gallischrömische Konflikt reflektiert eine Reihe von alltäglichen Konflikten, sowohl zwischen dem keltischen und dem lateinischen Teil der französischen Seele, aber auch zwischen Bürger und Staat. Andererseits ist die Serie durch eine Reihe französischer Besonderheiten geprägt, die den großen Erfolg begünstigten.
<<zurück Prof. Dr. Henry Keazor Aus dem Museum - ins Museum Asterix, Obelix und die Kunst
Dass "Asterix und Obelix" neben raffinierten Verweisen auf antike Literatur auch zuweilen mit Karikaturen zeitgenössischer Politiker und Anspielungen auf aktuelle Sachverhalte aufwarten, ist dem Publikum mittlerweile bekannt – dass viele der Geschichten aber auch auf verschiedene Kunstwerke der Antike wie der Neuzeit Bezug nehmen, ist weniger verbreitet. Der Vortrag geht diesen Anspielungen und Adaptionen nach und erklärt ihre Funktion.
<< zurück Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig Historizität und Fiktion Asterix und die ganze Wahrheit
Mit Asterix und seinen Freunden wurde eine Wirklichkeit im Comic geschaffen, die für die Wahrnehmung der Menschen zum Teil eine höhere Präsenz besitzt als die Fakten der Archäologie. Der Vortrag gibt Antworten auf die Frage, wie entsteht Wirklichkeit in unserer Welt? Welchen Beitrag liefert die Fiktion Asterix für die Erfahrung der gallo-römischen Wirklichkeit? Und was hat das mit Pop-Kultur zu tun?
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