1703
Johann Gottfried Röchling, der Stammvater der Saarbrücker Linie der Weitverzweigten Röchling-Familie wird in Dortmund-Wickede geboren.
1730
Johann Gottfried Röchling übersiedelt nach Saarbrücken und gründet dort eine neue Existenz.
1763
Pfalzgraf Christian der IV. ernennt Johann Gottfried Röchling zum Direktor von zwei Eisenhütten.
1774
Ein Enkel Johann Gottfried Röchlings, Friedrich Ludwig Röchling, wird Leiter der Abentheuer Hütte bei Birkenfeld. Besitzer der Hütte sind die Gebrüder Stumm, die späteren Konkurrenten der Röchling-Familie.
1822
Friedrich Ludwig Röchling gründet in Saarbrücken einen Kohlehandel. Dieses Unternehmen ist der Ausgangspunkt aller weiteren Röchling’schen Unternehmungen.
1827
Carl Röchling wird geboren.
1849
In Ludwigshafen wird eine Niederlassung der Unternehmung der Röchling-Familie gegründet. Ein wichtiges Standbein für den internationalen Kohlehandel.
1850
Neben dem Kohlehandel gründen die Röchlings Unternehmenszweige für Eisenhandel und ein Bankgeschäft.
1862
Mit Partnern kaufen die Röchlings eine Eisenhütte in Pont à Mousson und Anteile an lothringischen Eisenerzfeldern.
1872
Hermann Röchling, der siebte Sohn Carl Röchlings wird geboren.
1881
Carl Röchling erwirbt ein stillgelegtes Eisenwerk bei Völklingen.
1896
Die Hütte bei Völklingen wird eine GmbH und erhält den Namen „Röchling'sche Eisen und Stahlwerke GmbH“
1907
Carl Röchling wird vom preußischen Staat zum Geheimen Kommerzienrat ernannt. Hermann Röchling übernimmt die Leitung der Völklinger Hütte
1910
Carl Röchling stirbt in Saarbrücken.
1918
Hermann Röchling wird zum königlich-preußischen Kommerzienrat ernannt.
1919
Ein französisches Gericht verurteilt Robert und Hermann Röchling in Abwesenheit zu 10 Jahren schweren Kerkers, u.a. wegen der Zerstörung französischer Fabriken.
1942
Hermann Röchling gehört zum Führungsstab der deutschen Kriegswirtschaft. Er ist unter anderem • Mitglied des Rüstungsrates • Vorsitzender der Reichsvereinigung Eisen und Stahl • Leiter der Wirtschaftsgruppe Eisenschaffende Industrie • Reichsbeauftragter für Eisen und Stahl in den besetzten Gebieten
1945
Die Röchling’schen Eisen- und Stahlwerke werden nach dem Ende des Zeiten Weltkrieges unter französische Séquesterverwaltung gestellt.
1948
Eröffnung des Prozesses gegen Hermann Röchling, die Familienmitglieder Ernst Röchling und Hans-Lothar von Gemmingen sowie die Direktoren Albert Maier und Wilhelm Rodenhauser in Rastatt. Ihnen werden Kriegsverbrechen vorgeworfen.
1949
Urteilsverkündung des Berufungsgerichtes (1. Urteil vom 02.07.1948): Hermann Röchling, Ernst Röchling und von Gemmingen werden zu Gefängnisstrafen verurteilt. Zudem Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und Beschlagnahmung des gesamten Privatvermögens. Maier wird freigesprochen, Rodenhauser erhält ebenfalls eine Gefängnisstrafe.
1951
Begnadigung Ernst und Hermann Röchlings.
1953
Verleihung des Siemens-Ringes an Hermann Röchling, der höchsten deutschen Auszeichnung für Verdienste auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technik.
1955
Hermann Röchling stirbt in Mannheim. Er durfte nach Ende des Krieges nicht mehr in seine Heimat zurückkehren.
1956
Die Séquesterverwaltung wird aufgehoben. Die Familie Röchling erhält das Völklinger Werk zurück.
1967
Dr. Hermann Röchling, ein Enkel von Kommerzienrat Hermann Röchling, tritt aus gesundheitlichen Gründen von der Unternehmensleitung zurück. Damit liegt zum ersten Mal die Firmenleitung nicht in den Händen eines Familienmitgliedes.
1978
97 Jahre nachdem die Gebrüder 1881 die Völklinger Hütte übernommen haben, trennt sich die Familie von dem Werk. Die Anteile der Familie gehen für 160 Millionen Mark an die Arbed (Aciéries Réunies de Burbach-Eich-Dudelange) über.
2004
Mit dem Verkauf der Anteile an der Rheinmetall AG zieht sich die Röchling-Familie vollständig aus dem Stahlgeschäft zurück. Die Röchling-Gruppe, ein Familienunternehmen mit Firmensitz in Mannheim, ist heute führend auf den Gebieten Technische Kunststoffe, Automobiltechnik und Elektronik. Zur Röchling-Gruppe gehören 103 Tochter und Beteiligungsgesellschaften. Mit 7.994 Mitarbeitern erwirtschaftete die Röchling-Gruppe im Jahr 2004 einen Umsatz von 1,396 Milliarden Euro. |