Inka-Kultur 1300 bis 1532 n. Chr. | Mittleres Hochland

Die Inka-Kultur entsteht im zentralen und südlichen Hochland Perus und breitet sich über das gesamte Peru und Teile Ecuadors, Boliviens und Chiles aus. Der Name „Inka“ bezeichnet kein Volk, sondern einen Abstammungsverband, später dann auch den Herrscher selbst. Die mündliche Überlieferung berichtet von 13 Inka-Herrschern, von denen die ersten sieben allerdings einen eher legendären Charakter haben. Dem Mythos zufolge war es der Stammvater Manco Capac, der als Sohn des Sonnengottes Inti auf einer heiligen Insel im Titicacasee zur Erde gelangte.

Als erster Inka brachte er den unzivilisierten Menschen neben dem Sonnenkult, der Staatsreligion der Inka, verschiedene Kulturgüter. Die Inka waren zunächst eine kleine Gruppe, die als Bauern im Hochtal von Cuzco siedelten und häufig in kriegerische Auseinandersetzungen mit ihren Nachbarn verwickelt waren. Erst unter Führung des 9. Inka Pachacuti Yupanqui, 1438 bis 1471, und seines Sohnes Topa Yupanqui, 1471 bis 1493, gelangen entscheidende militärische Siege, die eine Phase der gezielten Expansionspolitik einleiteten. Dabei gliederten sie die unterworfenen Völker und Gebiete wie das Königreich der Chimú systematisch in ihr Staatswesen ein.   

Der Inka-Staat war straff organisiert: Der Inka wurde als Abkömmling der Sonne verehrt und besaß uneingeschränkte politische wie religiöse Autorität. Er verfügte als spirituelle Quelle aller Dinge frei über Land und Menschen. Aus seiner Verwandtschaft rekrutierte sich der Hochadel, der die Schlüsselpositionen in Verwaltung und Heer inne hatte. Daneben existierte ein Verdienstadel, in den erfolgreiche Kriegsanführer, Baumeister und Handwerker aufsteigen konnten. Auch sie genossen Privilegien, trugen kostbare Kleider und Schmuck aus Gold und Silber und wohnten in Palästen.  


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