Das Museum Egizio Turin

Als Folge der Ägypten-Euphorie im Europa des beginnenden 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Sammlungen ägyptischer Antiquitäten und Altertümer, die den Grundstock für großen ägyptischen Museen und Kollektionen bildeten. Dazu zählte auch die Sammlung, die von Bernardino Drovetti zusammengetragen worden war. Ihr Verkauf an das Königreich Sardinien-Piemont im Jahre 1824 führte zur Gründung des Museum Egizio Turin, des ältesten ägyptischen Museums der Welt. Dank der allgemeinen Ägyptophilie und der an vielen Orten entstehenden Sammlungen eröffnete sich für die Menschen in Europa die Möglichkeit, sich in direkter Anschauung ein Bild von der ägyptischen Kultur zu machen.

 

 

Besucher des Ägyptischen Museums in Turin sind oftmals überwältigt von den rund 3.000 Ausstellungsstücken. Steter Zukauf und mehrjährige Grabungskampagnen haben den Bestand auf weit über 30.000 Objekte anwachsen lassen. Das Museum Egizio gehört zu den wenigen Häusern außerhalb Ägyptens, die sich ausschließlich der altägyptischen Kunst und Kultur widmen. Nicht umsonst gilt es als das bedeutendste Museum seiner Art nach Kairo. Heute lockt das Museum jedes Jahr mehr als eine halbe Million Besucher an. Mit seinen Besucherzahlen befindet es sich unter den Top Ten der italienischen Museumslandschaft. Aktuell befindet sich das barocke Museumsgebäude in der zweiten Phase einer umfassenden Renovierung und Erweiterung. Die Wiedereröffnung des Museum Egizio findet zur Expo 2015 statt.


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