Die Tempel

Ägyptische Tempel sind als Abbild des Kosmos aufzufassen und damit als Abbild Ägyptens. Der heilige Bezirk ist mit einer Mauer umgeben, um Ungeweihte fernzuhalten. Der Gott weilt im Allerheiligsten, dem sogenannten Naos, einem Schrein mit einer von der Gottheit „bewohnten“ Statue darin. Täglich wartet ein Priester der Gottheit auf und versieht das Götterbild mit Waschungen, Salbungen, Kleidung und Nahrung. Das täglich vollzogene Ritual soll das Wohlwollen des Gottes sichern und der Bewahrung der kosmischen Ordnung dienen. Ägyptische Tempel waren kein Versammlungsort für Gläubige. Das Volk hatte keinen Zutritt zum Tempel. In Wirtschaftsgebäuden neben den Tempeln lebte, eine große Anzahl von Handwerkern, Arbeitern und Priestern. 

Die nubischen Tempelanlagen

Das antike Nubien erstreckte sich nilaufwärts vom Ersten Katarakt bei Assuan über den südlichen Teil des heutigen Ägypten bis in den Sudan auf der Höhe des Sechsten Katarakts. Die Ägypter errichteten in Nubien eine Reihe von Tempelanlagen. Von einigen dieser Bauten befinden sich Holzmodelle in der Sammlung Drovetti. Wie sie in den Besitz Bernardino Drovettis, des italienischen Konsuls in französischen Diensten gelangten, ist nicht dokumentiert. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass sie von dem deutschen Architekten Franz Christian Gau geschaffen wurden. Beim Bau des Assuanstaudamms 1958 bis 1971 wurden zahlreiche Tempel von ihrem ursprünglichen Standort auf höher gelegenes Terrain versetzt, um sie vor der Überflutung durch den entstehenden Nasserstausee zu bewahren.

 

Statuette der Isis Lactans
Bronze
Spätzeit, 26. – 31. Dynastie, 664–332 v. Chr
14 x 4 x 5,7 cm


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