Dienstag, 20. Januar 2015, 18:30 Uhr

Die Sehnsucht Europas nach dem Land der Pharaonen

Prof. Dr. Wilfried Seipel

Von den alten Griechen mit Ehrfurcht und Bewunderung besucht und beschrieben, war Ägypten stets Vorbild und Bezugsort von Wissenschaft, Kunst und Kultur. Schrift und Kalender sind die wichtigsten Gaben Ägyptens an das Abendland.  Die geheimnisschwere Hieroglyphenkunde der Renaissance wurde erst durch die Ergebnisse der Expedition Napoleons und die Entzifferung der Hieroglyphen abgelöst. Mit der Begründung der Ägyptologie als Wissenschaft konnten die Leistungen der altägyptischen Kultur allmählich der ganzen Welt geoffenbart werden. Die mit der Entdeckung des Grabes des Tutanchamun im Jahre 1922 einsetzende Ägyptenbegeisterung zeugt nach wie vor von der bleibenden Strahlkraft der Pharaonen und ihrer Hinterlassenschaft.

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Dienstag, 27. Januar 2015, 18:30 Uhr

Von der Grabgrube zur Pyramide
Die Entwicklung der Königsgräber in Ägypten

Prof. Dr. Günter Dreyer

Wie kamen die alten Ägypter dazu, Pyramiden zu bauen,wie haben sie die technischen Fertigkeiten dafür erlangt und was ist ihre eigentliche Bedeutung? Diese Fragen soll anhand der Baugeschichte der Königsgräber über einen Zeitraum von ca. 700 Jahren (2300 – 2600 v. Chr.)
verfolgt werden. Die wichtigste Quelle dafür bildet der frühzeitliche Königsfriedhof von Abydos in Oberägypten. Bei den Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts konnte dort festgestellt werden, wie sich aus einfachen Grubengräbern monumentale Bauformen in Ziegelarchitektur entwickelten, die schon die Grundelemente der späteren Pyramidenkomplexe aufweisen.

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Dienstag, 3. Februar 2015, 18.30 Uhr

Die Gefahren des Reisens im Alten Ägypten - Von Streitwagenunfällen bis zum Tod unterwegs

Dr. Heidi Köpp-Junk

Reisen an sich war beschwerlich genug im Alten Ägypten, die körperliche Konstitution litt unter den Strapazen des Weges und des Wetters, Gefahren wie Überfälle etc. kamen noch erschwerend hinzu. Eine massive Beeinträchtigung der Gesundheit bzw. sogar der Tod war dem Reisenden durchaus gegenwärtig. Die ägyptischen Textquellen belegen, dass man bemüht war, nicht auf fremdem Terrain zu sterben. Geschah dies dennoch, versuchten die Hinterbliebenen, den Leichnam zurückzuholen, um ihn in der Heimat adäquat zu bestatten, wie aus verschiedenen Grabinschriften deutlich und sehr lebhaft geschildert wird. Die archäologischen Funde wie die Mumie des Königs Seqenenre zeigen, dass sich die Mumifizierungstechnik dabei mitunter stark von der sonst im Alten Ägypten belegten unterscheidet.

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Dienstag, 10. Februar 2015, 18:30 Uhr

Paradiese in der Wüste:
Ägyptische Gärten – der Welt älteste Gärten

Dr. Christian E. Loeben

Sowohl dank vieler Darstellungen als auch durch jüngere Ausgrabungen im Original bekannt, sind ägyptische Gärten zweifelsfrei die bestdokumentierten und ältesten der Antike. Ausstellungsprojekte der letzten Jahre haben sie erst vor kurzem ins Blickfeld von Forschung und Öffentlichkeit gerückt – mit faszinierenden, unerwarteten Ergebnissen, über die der ausführlich bebilderte Vortrag kurzweilig informieren wird. Gärten gab es in allen Lebensbereichen der Ägypter. Aber auch in den Gräbern sind sie präsent, wodurch ihnen eine nicht unbedeutende Rolle in Glaube und Religion der Ägypter zukommt.

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Dienstag, 24. Februar 2014, 18.30 Uhr

Die Wissenschaften im Alten Ägypten

Dr. Alexandra von Lieven

Die Wissenschaften spielten im Alten Ägypten eine große Rolle. Während einige, so etwa Medizin und Mathematik, durch Texte vergleichsweise gut belegt sind, können in anderen Fällen, so etwa der Chemie, nur die erhaltenen Produkte Auskunft über den hohen Wissensstand dieser Kultur geben. In anderen Bereichen, namentlich der Astronomie, gibt es zwar reiche Text- und Bildquellen, dennoch verzerrt die Überlieferungslage den Eindruck stark. Der Vortrag gibt einen Überblick über die von den Ägyptern betriebenen Wissenschaften und über ihren Kenntnisstand aufgrund neuester Forschungsergebnisse.

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Dienstag, 3. März 2015, 18.30 Uhr

Die Entstehung der Welt:
Altägyptische Schöpfungsvorstellungen

Prof. Dr. Regine Schulz

Im pharaonischen Ägypten beschäftigten sich die großen Theologenschulen mit Themen und Fragestellungen, die für eine antike Kultur recht modern anmuten. Dazu gehörten Themen wie das Zusammenwirken von Chaos und Struktur, von linearer und zyklischer Zeit oder Fragen danach was vor der Schöpfung war und wie kann man sie erhalten kann? Problembewusstsein und Fragestellungen basierten auf der genauen Beobachtung der Umwelt und die Erklärungsmodelle sind rational und gut nachvollziehbar, auch wenn die Bild und Erzählsprache für uns heute oft phantastisch erscheint.

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Dienstag, 10. März 2015, 18:30 Uhr

Die vom galatischen Korps sind … gekommen und haben einen Fuchs gefangen. Die Kelten in Ägypten?

Prof. Dr. Rudolf Echt

Ausgehend von einer Inschrift am kleinen Horustempel zu Abydos (OGIS 757) wird der Vortrag den Spuren der Kelten im Ägypten der Ptolemaierzeit nachgehen. Herangezogen werden schriftliche Überlieferung und archäologische Quellen. Nach dem Bericht des griechischen Historikers Polybios (Hist. 5, 79–86) kämpften in der Schlacht von Rafah, die den vierten ägyptisch-syrischen Krieg (219–217 v. Chr.) zu Gunsten der Ägypter entschied, auf deren Seite unter dem Befehl eines Thrakers 6000 thrakische und keltische Söldner. Auch an späteren Kriegen Ägyptens sollen sich keltische Söldner beteiligt haben. Woher kamen diese Kelten, was hatte sie dazu getrieben, die lange, beschwerliche Reise nach Ägypten anzutreten? Was haben sie in Ägypten hinterlassen, was aus Ägypten in ihre Heimatländer mitgebracht? Darum wird es in dem Vortrag gehen.

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Dienstag, 17. März 2015, 18:30 Uhr

Kleopatra
Eine Frau auf dem Thron der Pharaonen

Prof. Dr. Christoph Schäfer

Kleopatra VII. ist sicherlich die Frau der Antike, die bis heute am meisten die Phantasie der Nachwelt angeregt hat. Der Mythos Kleopatra hat schon zu ihren Lebzeiten Konturen gewonnen. Ihre Beziehungen mit Caesar und Marcus Antonius bewegten schon ihre Zeitgenossen, ihr spektakulärer Tod machte sie unsterblich. Um die Frau und Herrscherin hinter dem Mythos zu fassen, gilt es die antiken Quellen kritisch zu hinterfragen und mit manchem Vorurteil aufzuräumen.

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