Das Jenseits

Im Alten Reich entwickelte sich fast parallel mit der Entstehung der Pyramiden eine besondere Form des Repräsentationsbildes, das Schlüssel zum Verständnis der gesamten ägyptischen Kunst ist. Bildhauerei und Grabkult standen in enger Verbindung. Die Statuen in den Grabkammern und Totentempeln waren idealisierte Bildnisse der Toten. Man glaubte, dass der Verstorbene aufgrund seiner Verkörperung weiter am irdischen Leben teilnahm und auch im Jenseits fortlebte. Die ägyptische Statue sollte als Stellvertreter des zerfallenen Körpers der Seele des Grabherrn als Wohnung dienen. Die religiösen Vorschriften, dass der Dargestellte eindeutig zu identifizieren war. Daher wurden Namen und Titel der hochgestellten Persönlichkeit an der Basis oder am Thron der Statue eingemeißelt.

 

Innerer Sarg der Tapeni, Tochter des Hohepriesters des Amun
Holz, stuckiert und farbig gefasst.
Dritte Zwischenzeit, 25. Dynastie,712-655 v.Chr.
191 x45 x29 cm


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