Kristin Lucas

5 Minute Break, Videofilm (2001)

Lucas’ Medienarbeiten thematisieren immer wieder Unterschiede zwischen personaler und elektronischer Kommunikation. Die Künstlerin fragt nach dem Stellenwert, der den elektronischen Medien innerhalb der menschlichen Interaktion zukommt. In ihren Filmen führt sie häufig am Detail die absurden Nebeneffekte vor, die die Mediatisierung auf die menschliche Psyche hat. Die Hauptfigur in “5 Minuten Break“ ist eine Anti-Heldin. Sie ist ihrer eigentlichen Funktion -Rätsel lösen, Level durchlaufen und eine Mission erfüllen- beraubt und irrt unablässig durch die unteren Stockwerke des World Trade Center in New York. Es hat den Anschein, als habe der Spieler das Game für einen Moment unterbrochen und seine Figur allein zurückgelassen. Sie wirkt hilflos, seltsam passiv und bleibt in ihrer Umgebung isoliert. Ihr Versuch, Türen zu öffnen und Hindernisse zu überwinden, scheitert.
Lucas’ Arbeit entstand während ihrer Teilnahme am World Views Artist-in-Residence Programm im World Trade Center vor dem Anschlag am 11. September 2001. Im Nachhinein ist “5 Minute Break“ eine Hommage an die umgekommenen Kollegen und Kolleginnen der Künstlerin.

 

Kristin Lucas, geboren 1968 in Davenport, Iowa, lebt und arbeitet in New York im Bereich Video, Internet und Performance.


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