Natalie Bookchin

MetaPet, Online-Game (2003)


Natalie Bookchin entlarvt in ihrem Spiel, das ursprünglich als Auftragsarbeit für Creative Time Inc. angefertigt wurde, die Allmachtsansprüche, welche den Spielvorgang von Simulations- oder Strategiespielen begleiten. Der Spieler fungiert als Vorgesetzter in einem fiktiven Großkonzern im Jahre 2006 und kann sich seinen Angestellten nach eigenen Vorstellungen kreieren. Durch Eingriffe in die Genstruktur, Verordnung von Sportstunden oder Therapiesitzungen können Charaktereigenschaften des Metapet optimiert und seine Arbeitseffizienz gesteigert werden.

Der Spieler kann hier im virtuellen Raum wirkungsvoll handeln, muss aber zugleich erleben, dass die Spielfigur ein “Eigenleben“ besitzt und sich der Kontrolle entzieht. Die Künstlerin zeigt auf ironische Art und Weise, dass der Mensch dazu neigt, die ihm eingeräumte Handlungsmacht schonungslos auszunutzen.

 

Natalie Bookchin, 1962 geboren, lebt in Los Angeles; seit 1997 am California Institute of the Arts tätig. Perfomances und Lehraufträge an Kunstakademien und Universitäten in Europa und in den USA. Mehrfach ausgezeichnete Arbeiten im Bereich Internet, Computerspiel, Video und Fotografie; Guggenheim Fellowship.


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