Sylvie Fleury

Dog Toy 3 (Crazy Bird), Styropor- Skulptur (2000)

Dog Toy 4 (Blue Gnome), Stryropor- Skulptur (2000)

Die Genferin Sylvie Fleury gehört zu den Künstlern, die ihre Materialien in der Nicht-Kunstwelt findet. Das “Ready-Made“ erhält jedoch eine neue, zugespitzte Darstellung. Während Jeff Koons dem Kitsch eine Aura verleiht, ist Fleury bekannt für ihre Inszenierung der Welt der Mode, des Lifestyle und der Luxusartikel.

Darüber hinaus lässt sie die Absurdität des Alltags hervortreten; sie macht auf die engen Verflechtungen zwischen Kunst, Kultur und Produkt aufmerksam. So stellt sie knallrote Raketen in Galerieräume (“First Spaceship on Venus“, ZKM Karlsruhe, 2001) oder überzieht eine Mülltonne mit Gold (“Dream“, 2003). Fleury selbst inszeniert sich als ein Teil dieser Kunst, die ihren Reizen erliegt.

Mit den “Dog Toys“ ironisiert sie die Fetischbegeisteung der Konsum- und Popwelt. Ihrem ursprünglichen Kontext als kleiner, harmloser Verkaufsartikel entrückt, stellen die überdimensionierten Hundespielszeuge monströse Varianten der Pokémon- und Tamagotchi-Figuren dar.

 

Sylvie Fleury, geboren 1961, lebt und arbeitet in Genf; seit 1990 internationale Bekanntheit mit ihren Kunstobjekten und Installationen.


English VersionVersion français


http://whc.unesco.org/en/list/687/http://www.ecsite.eu/?p=4239http://www.erih.net/nc/de/ankerpunkte/deutschland/detail.html?user_erihobjects_pi2[pointer]=0&user_erihobjects_pi2[mode]=1&user_erihobjects_pi2[showUid]=15320&user_erihobjects_pi2[country]=1&user_erihobjects_pi2[regionalroute]=0&user_erihobjects_pi2[anchorOnly]=1&user_erihobjects_pi2[membersOnly]=0