Yves Netzhammer

Am Horizont können wir unsrer Sinne ablesen, Videoinstallation (2003)

Yves Netzhammer benutzt für die Visualisierung seiner Zwischenwelten eine zeichenhafte Sprache. Seine digitalen Welten bevölkert ein immer wiederkehrender Bestand von Objekten sowie tierischen und menschlichen Figuren. Objekt- und Subjektwelt berühren und durchdringen einander, verschmelzen oder werden abgespalten. Das Leben scheint in ständigem Fluss: Phasen des Aufbaus wechseln sich mit solchen des Vergehens ab.

Die Außenansicht der Figur und “Point-of-View-Shot“ werden auf zwei Projektionsflächen synchronisiert. Neigt der Protagonist seinen Kopf, verschiebt sich auch die Ansicht des Betrachters entsprechend. Betrachter, Figur und Objekte interagieren. Netzhammer ist nicht nur ein Meister der Erotik der Berührung, seine Bilder wecken auch Unbehagen: Sie zeigen Vergehen und Vergänglichkeit wie auch eine Regelhaftigkeit im Lebensfluss auf, dem das Subjekt nicht entkommen kann, so sehr es auch Ausweitung und Transzendent ersehnt.

 

Yves Netzhammer, 1970 geboren, lebt in Zürich. Seit 1997 beschäftigt er sich mit dem Bereich Videoinstallation, Objektkunst, Diaprojektion und Zeichnungen.


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