Neue Fotografie

Die Anfangszeit der Digitalisierung bot dem Fotografen die Möglichkeit, ohne den Umweg über das Labor und ohne die Fachkenntnisse eines Laboranten seine Bilder selbst zu bearbeiten. Seit geraumer Zeit ist ein noch weiter gehender Trend in der Fotografie zu beobachten. Mit Hilfe digitaler Postproduktion entstehen lassen sich völlig neue und ungeahnte Bildwelten erschaffen.

Bei den "Rencontres de la Photographie" 2011 im französischen Arles kuratierten berühmte Fotografen wie Erik Kessels, Martin Parr u.a. die Ausstellung "From Here On". Arbeiten von 36 jungen Fotografen zeigten erstmals Aspekte "neuer Fotografie" in einem Größeren Zusammenhang. Ihr gemeinsames, launisches Statement: "Wir können Bilder alles Mögliche tun lassen. Wir brauchen nur ein Auge, ein Hirn, eine Kamera, ein Handy, ein Laptop, einen Scanner, eine Perspektive. Und wenn wir nicht redigieren, dann produzieren wir. Wir produzieren mehr denn je, denn unsere Ressourcen sind unbegrenzt und die Möglichkeiten unendlich."

Der weltberühmte Fotograf Andreas Gursky, Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie, leitet den neuen Studiengang "Bildkunst". Er umreißt diesen neuen Studiengang so: „Das zu benennen, was wir machen, ist gar nicht so einfach. Es ist keine Malerei, es ist eindeutig Fotografie und auch keine eindeutige Fotografie".

Alles in allem kristallisiert sich heraus: Es gibt eine neue Fotografie. Die Chancen, die sich durch die Digitalisierung eröffnen, lassen die Fotografie spielerischer, experimenteller, vielfältiger, freier werden: genauso wie die Fotografien Nicolas Dhervillers’.


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