Ägypten Neues Reich | Dritte Zwischenzeit

Königliches Pektoral mit der Darstellung eines Geiers,
20. Dynastie, 1140 bis 1132 v. Chr.

Die Namen von Tutanchamun und Ramses dem Großen sind mit der Epoche verbunden. Grundlage der kulturellen und baulichen Blüte war eine gute wirtschaftliche Entwicklung durch Außenhandel und militärischer Unterwerfung. Unter König Thutmosis III. erlangte Ägypten in der 18. Dynastie seine größte Ausdehnung. Das Land reichte im Süden bis an den 4. Katarakt und im Norden bis an den Euphrat. Die 20. Dynastie war hingegen von allgemeinem Niedergang geprägt. Die Aushöhlung der königlichen Autorität vonseiten der machthungrigen Amun-Priesterschaft leitete das Ende des Neuen Reiches ein. Es brach eine weitere Periode politischer Zergliederung an, die Dritte Zwischenzeit. Nach dem Tod Ramses' XI. bildeten sich zwei Machtzentren heraus. Die Amun-Priesterschaft beherrschte von Theben aus den Süden, der Pharao vom Nildelta aus den Norden. Durch Kriegszüge und Expeditionen wurden immer mehr Rohstoffquellen erschlossen und Goldschmiedearbeiten überwiegend unter der Aufsicht hoher weltlicher und geistlicher Beamten in Tempelwerkstätten hergestellt. Die Hauptabnehmer der Golderzeugnisse waren neben den Tempeln, die die Gegenstände für das tägliche Ritual verwendeten weiterhin der König, der diese für den diesseitigen Gebrauch, für die eigene Grabausstattung oder die seiner Angehörigen bzw. als Geschenke oder als Auszeichung seiner Beamten benötigte.


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