Neu im Weltkulturerbe: Mediaguide zur Ausstellung „Mon Trésor. Europas Schatz im Saarland“

Die Gebläsehalle der Völklinger Hütte präsentiert sich anlässlich von „Mon Trésor“ erstmals seit zwanzig Jahren wieder in ihrer originalen Substanz. Nahezu alle Stellwände wurden abgebaut, so dass sich ein gänzlich neuer Blick auf die weltweit einmaligen Gebläsemaschinen und eine neue Form der Ausstellungsinszenierung ergibt.

Auch in der Vermittlung der Ausstellung geht das Weltkulturerbe neue Wege. In der Schau selbst finden sich lediglich die Kapitel als Lichtschrift und die Werktitel mit den Basisinformationen zu den Exponaten. Die BesucherInnnen können sich so ganz auf den Raumeindruck mit den Installationen in der Gebläsehalle und auf den Dialog zwischen der Industriekultur der Völklinger Hütte und den Schätzen der Großregion einlassen. Wer weiterführende Informationen zu den Geschichten der Objekte sucht, findet diese auf dem Mediaguide zur Ausstellung. Unterstützt wird das Weltkulturerbe hierbei von den MediaMärkten Saarbrücken, die dankenswerterweise 50 Tablets als Sachspende zur Verfügung stellen. Sobald die Ausstellung nach dem Corona-Lockdown öffnet, können diese Tablets an der Kasse ausgeliehen werden. Über einen QR-Code im Umfeld der Exponate können die weiterführenden Infos aufgerufen werden. Alternativ funktioniert der Mediaguide auch über das eigene Smartphone.

Mit „Mon Trésor. Europas Schatz im Saarland“ richtet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte den Blick programmatisch auf die europäische Kernregion um sie herum. Die Ausstellung präsentiert bedeutende Schätze aus dem Saarland sowie seinen Nachbarländern. Herausragende Objekte der Archäologie, Technik, Kulturgeschichte und Kunst vom Saarkarbon bis heute, aber auch überraschende Funde verdeutlichen die kulturelle und humane Dimension dieser multinationalen Weltgegend.

Der Titel „Mon Trésor“ ist dabei wörtlich zu nehmen. Denn: Jeder Schatz ist zuallererst privater Natur, auch wenn er später zu nationalem Kulturgut wird. „Mon Trésor“ wählt damit einen persönlichen, subjektiven Ansatz. „Mein Schatz“, das kann ein Gegenstand sein, ebenso aber ein Baum, Tier oder Mensch. Für die BesucherInnen stellt sich damit die Frage: Was ist überhaupt ein Schatz? Was ist wann warum bedeutend? Und was ist mir persönlich wirklich wichtig?

 

 


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