Carl Röchling - Karl der Kühne

"Lieber Theodor, ich habe gestern für 270.000 Mark die Völklinger Hütte gekauft…".

Mit dieser Depesche, die Carl Röchling am 27. August 1881 aus Völklingen an seinen Bruder Theodor ins Stammhaus der Familie nach Saarbrücken schickte, teilte er mit, dass er die marode Völklinger Eisenhütte gekauft hatte, die zuletzt von der Firma Gebr. Haldy ersteigert worden war. Zur Versorgung der Völklinger Hütte mit Erz kaufte Carl Röchling 1882/83 Erzfelder im lothringischen Algringen. Die Entwicklung zum Eisen-und Stahlindustriellen startete Carl Röchling nicht als Tüftler und Techniker, sondern als Kaufmann aus dem Handels-und Finanzkapital. Er war Industrieller von europäischem Zuschnitt. Er sprach Französisch, er lernte in Le Havre und Rotterdam, er betrieb Firmen mit französischen Geschäftspartnern und arbeitete eng mit französischen Industriellen zusammen. Carl Röchling  machte die Völklinger Hütte nach dem tiefen Konkurs der Vorzeit als Röchling‘sche Eisen- und Stahlwerke GmbH zu einem der ertragsstärksten Industrieunternehmen Europas. 1910 stirbt Carl Röchling in Saarbrücken.

 

Porträt Carl Röchling (1827 – 1910), Gemälde von Ludwig Würgele
© Familie Röchling


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