Dienstag, 06.03.2018, 18.30 Uhr

Prof. Dr. Folke Gernert
Das Theater der Inka und die Inka im Theater


Wie der Inka Garcilaso zu berichten wusste, unterhielten die sogenannten "amautas" die Oberschicht mit Tragödien (wanka) und Komödien (aranway) vergleichbaren Theaterstücken. Das Quechua-Drama "Ollanta", das zur Regierungszeit des Inka Pachacuti (1438–1471) spielt und das Aufbegehren eines Antisuyu-Kriegers inszeniert, wird in der Forschung mal als ein solch indigenes Produkt des 16. Jahrhunderts, mal als Werk eines spanischen Aufklärers gelesen. Ein Vergleich der Repräsentation des Inka-Reiches in "Ollantay" mit derjenigen in Calderóns Komödie "La aurora en Copacabana" (ca. 1664) soll zeigen, wie Dramatiker unterschiedlicher Provenienz die Figur des Inka auf die Bühne bringen und ideologisch einfärben.

Prof. Dr. Folke Gernert, Professorin für Romanistische Literaturwissenschaft an der Universität Trier


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