Mittleres Reich | Zweite Zwischenzeit

Mit Mentuhotep II. endete die staatliche Zersplitterung Ägyptens. Er dehnte seine Herrschaft von Theben über das ganze Land aus. Es begann das Mittlere Reich, das als Blütezeit der ägyptischen Kultur gilt. Von der 12. Dynastie an ließen sich die Pharaonen wieder in Pyramidengräbern beisetzen. Allerdings waren die Bauten in der Nähe ihrer Hauptstadt Ititowi kleiner und weniger dauerhaft als ihre Vorgänger aus dem Alten Reich. Stattdessen sind aus dem Mittleren Reich vor allem Grabfunde, Kunstwerke und insbesondere Schriftzeugnisse erhalten. Sie erlauben detaillierte Einblicke in die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse der Zeit.

Halskragen aus Hez-Vasen, Gold und Fayenceperlen, Ende Zweite Zwischenzeit, um 1550 v. Chr.

Im Mittleren Reich erlebte die ägyptische Goldschmiedekunst eine Blütezeit. Ein neuer Reichtum an Gold und edlen Steinen verband sich mit innovativen künstlerischen Ideen. Gleichzeitig erweiterten Anregungen aus Vorderasien und dem Ägäisraum das Repertoire der Formen und Techniken. Der in Werkstätten für den diesseitigen und jenseitigen Gebrauch einfachere Goldschmuck war nun auch den höheren Schichten zugänglich aber trotzdem ist anzunehmen, dass der elaboriertere Goldschmuck sowohl im Alten als auch im Mittleren Reich ausschließlich von dem König als »Gold der Gunst« verliehen wurde.


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