Spätzeit | Griechisch-römische Zeit

Göttin Hathor, Ptolemäische Periode, ca. 306 – 30 v. Chr.

Die Spätzeit war eine weitere Blütephase Ägyptens. In der Kunst drückte sich ein Vergangenheitsbewusstsein aus. Architektur, bildende Künste und Literatur orientierten sich stark an den Vorbildern aus Altem, Neuem und Mittlerem Reich. Mit der 26. Dynastie bestieg wieder eine ägyptische Herrscherfamilie den Pharaonenthron. Dennoch geriet das Land unter den Einfluss und die Kontrolle ausländischer Mächte. Im Anschluss an die persische Oberherrschaft wurde es noch einmal von einheimischen Herrschern regiert. Nach einem zweiten persischen Zwischenspiel eroberten schließlich die Heere Alexanders des Großen Ägypten. Seinem Tod folgte eine Zeit innerer Wirren, bevor einer von Alexanders Generälen, Ptolemäus I., die nach ihm benannte Herrscherdynastie gründete. Die neue Hauptstadt Alexandria war von einem kosmopolitischen Geist geprägt. Griechische Sprache und Lebensweise existierten neben der altägyptischen Kultur und gingen eine Verbindung mit ihr ein. Die griechischsprachigen Herrscher betrachteten sich als legitime Nachfolger der Pharaonen und förderten die Tradition. Nach der Eroberung Ägyptens durch Octavian, den späteren Kaiser Augustus, wurde das Land im Jahr 30 v. Chr. römische Provinz. Es übte eine so große Faszination auf die römische Welt aus, dass Isis und Serapis bald auch außerhalb Ägyptens als Götter verehrt wurden. Innerhalb der Landesgrenzen geriet die Pharaonenzeit zunehmend in Vergessenheit.


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