„Industriekultur - quo vadis?“ - Ringvorlesung zur Industriekultur im Weltkulturerbe Völklinger Hütte

Erster Vortrag: Dienstag, 13. November 2018, 18.30 Uhr

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das erste Industriedenkmal aus der Blütezeit der Industrialisierung, das in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Am 17. Dezember 1994 im thailändischen Phuket war es noch eine Sensation, dass ein Industriedenkmal in den Rang eines UNESCO-Weltkulturerbes erhoben wurde. Heute ist Industriekultur eine Plattform für außergewöhnliche Kulturereignisse und ist auch touristisch ein zunehmend wichtiger Wirtschaftsfaktor. Was bedeutet Industriekultur heute? Wie hat sich Industriekultur in der Vergangenheit entwickelt? Und welches Potential und welche Perspektiven eröffnen sich für die Zukunft? Zu diesen Fragen bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ab Dienstag, dem 13. November 2018, eine öffentliche Ringvorlesung. Elf internationale Experten stellen ihre neuesten Forschungsergebnisse vor, diskutieren die derzeitige Faktenlage und geben einen Blick in die Zukunft.   

Unter dem Motto „Industriekultur - quo vadis?“ diskutieren internationale Experten jeweils dienstags den aktuellen Entwicklungsstand und das Zukunftspotential der Industriekultur. Die Ringvorlesung „Industriekultur - quo vadis?“ ist eine Kooperation des Weltkulturerbes Völklinger Hütte mit der Universität des Saarlandes, der Universität Trier und ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur). Die Vorträge sind eine Fortsetzung und Weiterentwicklung der Ringvorlesung zur Industriekultur im Jahr 2010, mit der die Zusammenarbeit der Universität des Saarlandes und des Weltkulturerbes Völklinger Hütte begann. Die Ringvorlesung „Industriekultur – quo vadis?“ ist die bereits elfte Ringvorlesung im Weltkulturerbe Völklinger Hütte. Die Ringvorlesung ist Teil des neuen Zertifikats „Industriekultur – Kulturmanagement“ an der Universität des Saarlandes. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte und ERIH – European Route of Industrial Heritage sind Partner dieses Industriekultur-Zertifikats der Universität des Saarlandes.

Die Vorträge der Ringvorlesung beginnen jeweils dienstags um 18.30 Uhr in der Gebläsehalle des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Neben Studierenden ist die Ringvorlesung auch für alle interessierten Besucherinnen und Besucher offen. Vor den Vorträgen bietet das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ab 18 Uhr eine kurze Expedition zu Einzelthemen der Industriekultur wie dem UNESCO BesucherZentrum, dem Erinnerungsort für die Zwangsarbeiter, den Gebläsemaschinen oder der Beleuchtung der Hochofengruppe. Der Eintritt zur Ringvorlesung und zu den Industriekultur-Expeditionen ist frei. Studenten des neuen Industriekultur-Zertifikats an der Universität des Saarlandes können mit dem Besuch der Ringvorlesung und einer Prüfungsleistung universitäre Credit Points erhalten. Für die Teilnahme an allen Vorlesungen der Ringvorlesung „Industriekultur – quo vadis?“ stellt das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ein Zertifikat aus.

Im Zentrum der Ringvorlesung stehen der denkmalpflegerische, kulturelle und touristische Aspekt der Industriekultur in Europa. Ein Schwerpunkt-Thema ist die Industriekultur des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Der Generaldirektor Meinrad Maria Grewenig, Projektleiter Peter Backes und Ausstellungsleiter Frank Krämer werden aus unterschiedlichen Perspektiven den aktuellen Entwicklungsstand und das Konzept des Weltkulturerbes Völklinger Hütte vorstellen. Internationale Experten von ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur), des „International Commitee for the Conservation of the Industrial Heritage“ (TICCIH) und von speziellen europäischen Industriekultur-Stätten diskutieren weitere Ansätze und Perspektiven der europäischen Industriekultur. Näher besprochen werden Industriekultur-Orte in Großbritannien, Deutschland, Luxemburg, Polen und Österreich.  

Den Beginn macht am Dienstag, dem 13. November 2018, 18.30 Uhr, der Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig. Er spricht über die Industriekultur des UNESCO-Weltkulturerbes Völklinger Hütte und erklärt, warum Industriekultur die Kulturplattform des 21. Jahrhunderts ist.  

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist das einzige Eisenwerk aus der Blütezeit der Industrialisierung, das vollständig erhalten ist. Nach der Stilllegung der Roheisenproduktion im Jahr 1986 wurde die Völklinger Hütte 1994 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Anfänge der Völklinger Hütte reichen bis zum Jahr 1873 zurück. Der erste Hochofen wurde 1883 angeblasen. Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte zeigt international herausragende Ausstellungen und ist Ort für außergewöhnliche Konzerte und Festivals.

ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur) ist ein Zusammenschluss von 1.780 Industriedenkmälern aus 47 europäischen Ländern, die gemeinsame Strategien und grenzübergreifende Initiativen für die Industriekultur mit touristischer Ausprägung entwickeln. Sie versteht sich als touristisches Informationsnetzwerk zum industriellen Erbe in Europa. Ziel ist, die europäischen Standorte der Industriekultur zu schützen und ihren Erhalt als Antrieb für die Entwicklung von Industrieregionen zu nutzen. ERIH – European Route of Industrial Heritage ist das größte Kulturnetzwerk Europas.

Das Weltkulturerbe Völklinger Hütte ist einer von 106 Ankerpunkten der Europäischen Route der Industriekultur. Es ist ein zentraler Ort der Themenroute „Eisen und Stahl“ und der “ERIH-Regionalroute SaarLorLux“. Diese Regionalroute führt zu den interessantesten Industrieorten im Dreiländereck von Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Die „ERIH-Regionalroute SaarLorLux“ ist die erste Regionalroute, die über nationale Landesgrenzen hinaus entwickelt wurde. Der Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte, Meinrad Maria Grewenig, ist seit 2008 ERIH-Präsident.

 

 

Weltkulturerbe Völklinger Hütte: Ringvorlesung „Industriekultur – quo vadis?“

 

Dienstag, 13. November 2018:
Prof. Dr. Meinrad Maria Grewenig, CEO | Generaldirektor Weltkulturerbe Völklinger Hütte und Präsident von ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur)
Industriekultur – Kulturplattform des 21. Jahrhunderts

 

Dienstag, 20. November 2018:
Christiane Baum, Generalsekretärin von ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur)
Industriekultur und Tourismus – eine internationale Erfolgsgeschichte

 

Dienstag, 27. November 2018:
Peter Backes, Projektleiter am Weltkulturerbe Völklinger Hütte und Board-Member ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur)
Authentizität – Nachhaltigkeit – Audience Development. Das magische Dreieck zukunftsorientierter Industriekultur

 

Dienstag, 4. Dezember 2018:
Jörn Wüstenberg, Universität des Saarlandes, Koordinator des Optionalbereichs der Philosophischen Fakultät
Quo Vadis? Industriekultur, Arbeit und Grundeinkommen

 

Dienstag, 11. Dezember 2018:
Dr. Adam Hajduga, Maschallamt Kattowitz, Polen und Vize-Präsident von ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur)
Wiederentdeckung des industriellen Erbes. Fallstudie der Region Schlesien

(Vortrag in englischer Sprache)

 

Dienstag, 18. Dezember 2018:
Katrin Auer, Geschäftsführerin Museum Arbeitswelt Steyr, Österreich
Das Wesentliche an der Arbeit ist unsichtbar

 

Dienstag, 8. Januar 2019:
Frank Krämer, Ausstellungsleiter am Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Regen, Dampf und Geschwindigkeit. Kunst und Industriekultur

 

Dienstag, 15. Januar 2019:
Prof. Dr. Denis Scuto, Universität Luxemburg
Industriekultur und Patrimonialisierungsprozesse in Luxemburg


Dienstag, 22. Januar 2019:
Norbert Tempel, Sprecher „The International Commitee for the Conservation of the Industrial Heritage“ (TICCIH) Deutschland und Leiter des Referats Technik und Restaurierung am LWL-Industriemuseum Dortmund
Industriekultur international

 

Dienstag, 29. Januar 2019:
Dr. Walter Hauser, Direktor LVR-Industriemuseum, Oberhausen und Board-Member ERIH – European Route of Industrial Heritage (Europäische Route der Industriekultur)
Industriemuseen im Wandel: die Aktualität eines facettenreichen Museumstyps

 

Dienstag, 5. Februar 2019:
Sir Neil Cossons, Rushbury, England
Industrial Culture: Capturing the Evidence
(Vortrag in englischer Sprache)

 

Eintritt frei. Beginn der Vorlesungen: 18.30 Uhr.
Vor den Vorlesungen ab 18 Uhr: Expeditionen zu spannenden Themen der Industriekultur des Weltkulturerbes Völklinger Hütte




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