Staatstheater goes Völklinger Hütte!

Ein Sommertraum in und für Corona-Zeiten

Im Joint Venture zum „Best Practice Pandemic Theatre“-Experiment

In Zeiten von Corona haben Kulturveranstalter es wie viele andere schwer. Kultur muss auch in schwierigen Zeiten lebendig bleiben, dafür setzen nun das Weltkulturerbe Völklinger Hütte und das Saarländische Staatstheater gemeinsam ein Zeichen. In dieser Situation haben sich Dr. Ralf Beil, Generaldirektor des Weltkulturerbes Völklinger Hütte, und Bodo Busse, Generalintendant des Saarländischen Staatstheaters, schon bei ihrem ersten Treffen spontan und erfolgreich zusammengetan, um neue, kreative Wege zu gehen. Die Völklinger Hütte bringt in das kulturelle Joint Venture ihr weitläufiges Areal mit hohen Open Air-Anteilen ein, das genügend Platz für BesucherInnen aus nah und fern bietet und außerdem zahlreiche, ebenso ungewöhnliche wie faszinierende Spielorte aufweist. Und das Staatstheater entsendet seine SchauspielerInnen, TänzerInnen, SängerInnen und MusikerInnen auf eben diese sehr besonderen Bühnen des Lebens und der Kunst.

Sonntag, 23. August 2020, 14 bis 18 Uhr
Open-Air-Theater-Parcours im Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Der „Theater-Parcours“ umfasst neben klassischen Besucherwegen des UNESCO-Weltkulturerbes auch Schauplätze, die BesucherInnen normalerweise verschlossen sind. Entlang eines großzügigen Open-Air-Rundparcours agieren die SchauspielerInnen, TänzerInnen, SängerInnen und MusikerInnen des Saarländischen Staatstheaters inmitten des alten Eisenwerks. Die BesucherInnen können sich ihren Konzertmoment, ihre Schauspielsequenz und ihre Tanz-Aufführung auf dem atmosphärisch dichten Areal der Völklinger Hütte regelrecht erwandern: Immer wieder erklingen Melodien oder Instrumente, steht man mitten in der Szene oder blickt auf Tänzer. Da die Mikromomente und Makroaktionen über mehrere Stunden verteilt und zyklisch wiederkehrend sind, erleben alle BesucherInnen ein ebenso spannendes wie individuelles Theaterereignis.

Sonntag, 30. August 2020, 16 Uhr (Einlass ab 15 Uhr)
Open-Air-Konzert Saarländisches Staatsorchester
Aufgrund der hohen Nachfrage auf den Erzplatz verlegt

Nach vielen magischen und poetischen Momenten auf dem „Theater-Parcours“ startet mit dem Konzert des Saarländischen Staatsorchesters der zweite Akt von „Staatstheater goes Völklinger Hütte“. Unter der Leitung von Generalmusikdirektor Sébastien Rouland erklingen Stücke von Guiseppe Verdi, Georges Bizet oder Ludwig van Beethoven. Aufgrund der äußerst hohen Nachfrage wurde das Konzert vom Roheisenkanal auf den größeren Erzplatz der Völklinger Hütte verlegt. Zu normalen Zeiten stand hier mehrmals der größte Floor des „electro magnetic“-Festivals mit Platz für mehrere Tausend Besucherinnen und Besucher. In Zeiten von Corona und Abstandsregeln sind die Plätze mit rund 600 BesucherInnen ausgebucht. Diese dürfen sich jedoch auf ein ganz besonderes Open-Air-Konzert freuen.
Auf dem Open-Air-Gelände der Völklinger Hütte, wo Abstand halten auch mit größeren Besucherzahlen grundsätzlich möglich ist, muss niemand Corona fürchten. Der Mund-Nasen-Schutz sollte trotzdem dabei sein. Das Konzert des Staatsorchesters wird auf dem großen Erzplatz im Freien stattfinden, denn nur so ist es möglich, die Abstandsregeln zu wahren. Chor und Orchester werden ohne Überdachung im Freien singen und spielen. Dies bedeutet leider, dass das Konzert bei Regen ausfallen muss.

 

 


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