Weltkulturerbe Völklinger Hütte als Museum der Zukunft auf Weltkongress der Museen in Wien vorgestellt

 

Meinrad Maria Grewenig hält wegweisenden Vortrag zum „Museum of tomorrow“

 

Noch bis zum 24. August 2007 tagen in Wien, anlässlich der 21. Generalkonferenz von ICOM (International  Council of Museums), des weltweiten der UNESCO assozierten Museumsverbandes und der 22. Generalversammlung der ICOM, Museumsverantwortliche aus aller Welt. Unter dem Titel „Museen und Universelles Erbe“ sind mehr als 2.5000 Museumsdirektorinnen und –direktoren aus über 81 Staaten anlässlich dieses Weltkongresses in Österreich zusammengekommen.

In der Sektion CIMUCET (technische Museen)  berichtet Dr. Meinrad Maria Grewenig, Generaldirektor des Weltkulturerbe Völklinger Hütte – Europäisches Zentrum für Kunst und Industriekultur, über das Museum der Zukunft. Die besondere Verbindung von Meisterwerken der Technik, Themen der Arbeitswelt aber auch Künstlerprojekte, Konzerte und Aufführungen im Weltkulturerbe Völklinger Hütte haben diesen Ort beispielhaft zu einem Nukleus der Museen der Zukunft werden lassen. Der in Völklingen, im Saarland, entwickelte Begriff der Industriekultur ist gerade am Anfang des 21. Jahrhunderts, in dem die Museen einer großen Wandlung unterworfen sind, zu einem beispielhaften Ort geworden, an dem die traditionellen Grenzen des technischen Museums, des historischen Museums und der Kunstmuseums überwunden werden.

Delegierte aus Südamerika, Osteuropa und dem deutschsprachigen Raum interessierten sich besonders für das beispielhafte Modell  von Industriekultur das im Weltkulturerbe Völklinger Hütte Wirklichkeit geworden ist.  

Die 22. Generalkonferenz der ICOM wird  2010 in Shanghai stattfinden.

 

Hintergrund

www.icom-oesterreich.at/2007

 

Museen und universelles Erbe

Universelles Erbe / Individuelle Verantwortung –
Individuelles Erbe / Universelle Verantwortung

Zum Erbe einer Gesellschaft gehören Wissen und Einstellung als ein ganzheitlicher Ansatz zum Dasein, welches die Umwelt, die Wissenschaften, die Technologie und die (schönen) Künste sowie das inhärente System vom Vorstellungen und Werten enthält, welche wiederum die Visionen der Welt, persönliche und gemeinschaftliche Wahrnehmungen und Lebensweisen definieren. Es kann als Schaffungs- und Erneuerungsprozess verstanden werden, der die Kontinuität zwischen Materie, Leben, Raum und Zeit sicherstellt.

Die Rolle von Museen in der Gesellschaft ist in einer grundlegenden und raschen Veränderung begriffen. Indem sie zunehmend quantitativen und wirtschaftlichen (Bewertungs-) Kriterien ausgesetzt werden, sind Museen in Gefahr, ihren Hauptaugenmerk auf die Sammlungen zu verlieren. Sammlungen sind jedoch weiterhin die grundlegende Basis für Wissen, Kompetenz und Werte der Museen. Die Generalkonferenz ICOM 2007 beabsichtigt ein Forum für Diskussionen und ein Generator von Ideen und Lösungen werden, um die Kluft zwischen diesen unterschiedlichen Erwartungen (und Erwartungshaltungen) zu überbrücken.

Einer der außerordentlichen Aspekte der weltweiten Gemeinschaft von Museen ist ihre gemeinschaftliche Verantwortung, das Erbe der Menschheit zu erhalten. Was diese Verantwortung so außergewöhnlich macht, ist die Tatsache, dass dies entsprechend den Bedürfnissen und Erwartungen der Nation und der Menschen getan werden muss, deren Erbe erhalten wird. Weltweit scheint sich die Rolle von Museen grundlegend und rasch zu verändern.


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http://whc.unesco.org/en/list/687/http://www.ecsite.eu/?p=4239http://www.erih.net/nc/de/ankerpunkte/deutschland/detail.html?user_erihobjects_pi2[pointer]=0&user_erihobjects_pi2[mode]=1&user_erihobjects_pi2[showUid]=15320&user_erihobjects_pi2[country]=1&user_erihobjects_pi2[regionalroute]=0&user_erihobjects_pi2[anchorOnly]=1&user_erihobjects_pi2[membersOnly]=0