Prof. Dr. Gabriella Hauch

Zwangsarbeiterinnen und ihre Kinder

Lange Zeit wurden die ins Deutsche Reich verschleppten Polinnen und „Ostarbeiterinnen“ von der Wissenschaft wie der NS-Politik unter das Großprojekt „Ausländereinsatz“ subsumiert. Erst die explizite Thematisierung der Lebensbedingungen dieser Frauen ermöglicht einen allgemeinen Blick auf die NS-Zwangsarbeit. Dies gilt in besonderem Maße für ihre potentielle Gebärfähigkeit: bei Polinnen und „Ostarbeiterinnen“ wurden Zwangsabtreibungen bis ins 7. Monat vorgenommen oder ihre Kinder in sogenannte „Fremdvölkische Kinderheime“ verbracht, die sich durch hohe Sterberaten auszeichneten.

Prof. Dr. Gabriella Hauch, Universitätsprofessorin für Geschichte der Neuzeit/Frauen- und Geschlechtergeschichte an der Universität Wien


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